Aktuell

Bundesverband für alle Juden gegründet

Am 01. Mai 2011 wurde von 13 jüdischen Gemeinden der"Bundesverband der Juden in Deutschland" formgerecht gegründet.

Der Bundesverband der Juden in Deutschland ist notwendig geworden, weil in der Bundesrepublik Deutschland - wie in der übrigen Welt ebenso - eine Vielfalt von jüdischen Glaubensgemeinschaften existiert. Auch die jüdischen Glaubensausrichtungen verzweigen sich noch vielfach. Dabei anerkennen jüdisch-orthodox-konfessionierte Sammlungen die jüdisch-liberal-konfessionierten nicht und die ultra-orthodox-konfessionierten anerkennen nur sich selbst.

Undenkbar ist daher die organisierte Einheit aller Juden.

Undenkbar, unvorstellbar ist ferner, dass alle Juden einer Führungselite oder gar nur einem einzelnen Funktionär unterstehen.

In der Bundesrepublik Deutschland ist diese Tatsache entweder allgemein unbekannt oder sie wird ignoriert.

Die jüdische Gemeinde in der Bundesrepublik Deutschland, die sich nicht dem Diktat eines Landesverbands oder dem Zentralrat der Juden in Deutschland (oder der dem diesen de facto eingegliederten Union progressiver Juden in Deutschland e.V.) unterordnet, wird isoliert und von den Staatsleistungen  der jeweiligen Landes- und dem Bundes-Staatsvertrag abgeschnitten.

Die Bundesregierung neigt dazu, die historische Verantwortung Deutschlands dem jüdischen Volk gegenüber damit für erledigt zu erklären, indem sie nur einer jüdisch-orthodoxen Organisation in einem Staatsvertrag immense Geldmittel zur de facto freien Verwendung zur Verfügung stellt. Die übrigen jüdischen Gemeinden gehen leer aus. Die hochsubventionierten Juden können ihren Mitgliedern soziale und religionsdienstliche Vorteile anbieten, die den ausgegrenzten Juden vorenthalten sind.

Derzeit findet nur die jüdische Gemeinde, die sich entschliesst, ihre religiöse Identität aufzugeben, in den etablierten jüdischen Bundesorganisationen Mitgliedschaft und Teilhabe an den Staatsleistungen .

(So z.B. die Jüdische Gemeinde zu Dessau, diese bezeichnete sich zunächst als jüdisch-orthodox, dann wechselte sie über zur jüdisch-liberalen Konfession, dann wurde sie wieder jüdisch-orthodox. Ähnlich die Jüdische Gemeinde zu Magdeburg, die sich von der Synagogengemeinde zu Magdeburg abspaltete. Zunächst gab diese Gemeinde an, jüdisch-liberale Glaubensauffassung zu vertreten. Dann wurde die Jüdischen Gemeinde zu Magdeburg jüdisch-orthodox, weil sie dadurch hoffte, an den Staatsleistungen zu partizipieren. Als dies fehlschlug, wurde die Jüdische Gemeinde zu Magdeburg - quasi über Nacht - jüdisch-liberal, um via Union progressiver Juden e.V. und Zentralrat doch noch die Staatsleistungen anzapfen zu können. Es finden sich Rabbiner der von den jüdischen Dachorganisationen bezahlten Rabbinerkonferenzen, die solche wundersamen religionsausgerichteten Umwandlungen begleiten und testieren.

Wenn eine jüdische Gemeinde in Deutschland von den Staatsverträgen Mittel beansprucht, hat sie keine Chance, wenn sie nicht entweder direkt oder über die Union progressiver Juden e.V. dem Zentralrat der Juden zugehört.

Um die Würde der sich nicht zwangsunterordnen wollenden jüdischen Gemeinden zu wahren, wurde es notwendig den Bundesverband der Juden in Deutschland zu gründen.

Der Bundesverband der Juden in Deutschland hat, noch bevor er als eingetragener Verein im Zentralregister notiert ist, mit der Bundeskanzlerin korrespondiert. Es geht um die Teilhabe am Staatsvertrag. Die Regierung verwies an den Zentralrat der Juden in Deutschland. Von und mit dort wird zurzeit in bekannter Weise changiert.

Ohne den Bundesverband der Juden in Deutschland hätten hierzulande viele eigenständige jüdischen Gemeinden überhaupt keine Chance wahrgenommen zu werden oder von den Staatsleistungen auch nur Brosamen zu erhalten. Der Bundesverband der Juden in Deutschland wird sich kümmern...

Der erste Präsident des Bundesverbands der Juden in Deutschland ist der bekannte Journalist und Apotheker Heribert o. Weiler aus Hildesheim.

Konstituierende Sitzung

Der Bundesverband der Juden in Deutschland versteht sich als Dachverband für orthodoxe und liberale Gemeinden in Deutschland. Die Initiative zur Gründung geht von zwölf Gemeinden aus, die sich weder von der Union progressiver Juden in Deutschland noch vom Zentralrat der Juden ausreichend vertreten fühlen. Die konstituierende Sitzung ist für den 1. Mai 2011 geplant.