Am 01. Mai 2011 wurde im Beisein des küftigen Syndicus und des künftigen Verbandsrabbinners von 13 Gemeinden der “Bundesverband der Juden in Deutschland e.V. i.Gr.” formgerecht gegründet.
Er steht allen Juden offen, da jede Gemeinde oder Kongregation völlig autonom über die religiöse Ausrichtung zu bestimen hat. Das geht von den Säkularen über die Rekonstruktionisten, Konservativen, Reformierten und Liberalen bis hin zu den Lubawitschern und Sathmarern.
Nach rechtsgültiger Definition in Deutschland ist ein jeder Jude, der sich zum mosaischen Glauben bekennt und in einer der pluralistischen Gemeinschaften Aufnahme gefunden hat. Auch gilt im Vereinsrecht die Ausnahme, dass zur Gründung einer Gemeinde oder eines rechtsfähigen Vereinsnur zwei anstattder sonst üblichen sieben Personen erforderlich sind.
Die bisherigen Jüdischen Dachorganisationen vertreten bei weitem nicht sämtliche Juden in Deutschland.
Selbst die Union der Liberalen Juden in Deutschland sabotiert das Entstehen neuer Gemeinden, um nicht einen Teil nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes allen jüdischen Gemeinden zustehenden staatlichen Unterstützungsmittel mit anderen teilen zu müssen.
Die Situation stellt sich in der Realität so dar, als wenn alle Kirchensteuern in Deutschland en bloc an den Papst überwiesen würden mit er freundlichen Bitte, andere christliche Konfessionen nach eigenem Gutdünken daran partiziperen zu lassen. Ein derartiger Modus entspräche nicht der Deutschen Verfassung oder der eines anderen freiheitlich demokratischen Rechtsstaates.
Als künftiger Sitz des Verbandes wurde Berlin bestimmt. Publizieren wird der Verband auf seiner Hompage “www.BVJD.org” für jedermann zugänglich. Die komplette Satzung wird ebenfalls im Internet verifizierbarsein.
Zum Präsidenten wurden in freier und geheimer Wahl bestimmt: der Journalist Heribert O. Weiler; zu Vizepräsidenten der Rabbiner Ralph Maschmeier und der Dipl.Ing. Michael Schulmann.
Der Vorstand kann sich um weitere zwei bis fünf Beisitzer erweitern, nachdem er sich konstituiert und eine Geschäftsordnung gegeben hat und Ressorts bilden.
Fortsetzung folgt.
Photo v.l.n.r.: Vizepräsident Michael Schulmann, Präsident Heribert O.Weiler, Vizepräsident Rabbiner Ralph Maschmeier
